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Gymnasien hoch im Kurs


By adminGeschrieben am17 April 2008

Gymnasien hoch im Kurs Mögy und Freihof in der Gunst ganz vorn - Nur wenigeSchüler abgewiesen
 
Trotz des umstrittenen Turbo-Abis legen die Gymnasien im Kreis Göppingenbei den Anmeldezahlen weiter zu - allen voran das Mörike- und dasFreihof-Gymnasium. Dagegen büßten die Realschulen leicht ein.
 
ARND WOLETZ
 
Kreis Göppingen
 
Beim Wechsel von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen stehen dieGymnasien hoch im Kurs. 779 Kinder meldeten die Eltern an den siebenallgemein bildenden Gymnasien von Ebersbach bis Donzdorf an. Allein 513Fünftklässler werden nach derzeitigem Stand die vier Göppinger Gymnasienbesuchen - so viele wie noch nie. Ganz oben auf der Beliebtheitsskalasteht wieder das Mörike-Gymnasium, an dem 154 Kinder angemeldet wurden(Vorjahr 137), dicht gefolgt vom Freihof-Gymnasium mit 153 Schülern(Vorjahr 130). Zulegen konnte auch das Hohenstaufen-Gymnasium mit 103Anmeldungen (Vorjahr 84), während es am Werner-Heisenberg-Gymnasium mit103 Anmeldungen (Vorjahr 135) abwärts ging. An den Gymnasien in Eislingen,Ebersbach und Donzdorf gab es nur geringe Verschiebungen (Siehe Infobox).
 
Während sich vor wenigen Tagen 50 Eltern zum "Elternratschlag Bildung Göppingen" zusammenschlossen, um die Nöte mit dem Turbo-Abi an denGymnasien aktiv anzugehen, wertet Günter Roos, geschäftsführenderSchulleiter der Göppinger Gymnasien, die Rekord-Anmeldung als Zeichendafür, dass die Aufregung um das achtjährige Gymnasium gar nicht so großist. "Die Umsetzung läuft an allen vier Gymnasien gut", sagt Roos. "Die Eltern wollen ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zukommen lassen."Die Folge sei aber, dass alle Gymnasien über ihren Kapazitäten arbeiteten.Dr. Helmut Föll, Schulleiter des Mörike-Gymnasium, freut sich über dengroßen Zuspruch und darüber, dass er nun zwar große Klassen bilden, aberkeine Schüler umlenken müsse. Marc Frank, Sprecher desRegierungspräsidiums, berichtet, am Hohenstaufen-Gymnasium müssten einigeSchüler abgewiesen werden, weil nur drei Fünferklassen gebildet werden.
 
Während die Zahl der Anmeldungen an den Gymnasien um knapp 30 Schülerzulegte, verzeichneten die Realschulen im Verbreitungsgebiet gegenüber demVorjahr 47 Anmeldungen weniger für die fünften Klassen. In der Gunst der Eltern ganz vorne liegt die Geschwister-Scholl-Realschule in Süßen mitderzeit 123 Anmeldungen, am wenigsten Viertklässler haben sich für dieHermann-Hesse-Realschule im Bodenfeld entschieden - nämlich nur 51.Allerdings betont Emil Kesselburg vom Göppinger Schulamt, dass es sich beidieser Zahl um einen ersten Zwischenstand handle. Die tatsächliche Zahlder Fünftklässler werde sich wegen der ausstehenden Beratungsgespräche mitden Eltern und wegen "Aufsteigern" aus der Hauptschule noch ändern. Voneinem allgemeinen Abwärtstrend an den Realschulen könne jedenfalls nichtdie Rede sein.
 
 
Quelle: Südwest Presse vom 18.04.2008